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Rodgau 2012
Samstag 28.01.2012 - 6:00 Uhr morgens , ich sitze in de Küche und überlege nochmal : soll ich oder soll ich nicht - ach egal , der Wunsch einen Ultra zu laufen besteht , also los .
Nicht gerade gut vorbereitet auf so ein " Ding " fuhr ich nach Rodgau zum Kult-Ultra , frei nach dem Motto : Dinge die man tun will , soll man ausprobieren. Beispiele aus unserem Laufclub 21 gibt es genügend . Ich denke da zum Beispiel an Ele oder mein Freund Chrissi beim Münchenmarathon - sie wollten es und sie taten es.
In Rodgau traf ich noch auf dem Parkplatz Robert , Peter und Sebbi . Später traf noch Babara und Kerstin ein. Ein wenig aufgeregt war es schon in der Turnhalle als ich die vielen alten Ultrahasen sah , viele lachten und begrüßten sich untereinander .
Robert , Peter und Babara gaben mir wichtige Tipp´s, die mir später sehr viel halfen . Ob Kleidung , mentale Beruhigung oder einfach nur Mut weitergeben sind schon wichtig und ich danke Euch Allen nochmal dafür. Das Wetter war zwar kalt aber trocken , die Strecke in guten Zustand und so viel der Startschuß pünktlich . Babara , Kerstin und ich starteten aus den letzten Reihen. Die Franken hatten sich eine Zeit vorgenommen und waren weiter vorn. Über Tausend Starter und Starterinnen waren unterweg´s . Schon Anfang der zweiten Runde überholte mich der Führende des Feldes - Hammer ( später siegte er mit neuem Streckenrekord ). Robert , Peter und Sebbi traf ich auch auf der Strecke - Überrundung - mehrmals . Die Franken sind schon ne Klasse für sich - Respekt ! Babara und Kerstin stiegen nach 5 Runden aus - Gesundheit geht vor . Wenn man 2 Tage vorher noch krank ist finde ich es schon mutig überhaupt zu starten ,Babara.
Auf jeden Fall fühlte ich mich bis km 35 eigentlich noch gut , ok - der Frischeste ist wohl nach dieser Distanz wohl Keiner mehr , aber ich hatte keinen Gedanken mit Aussteigen verschwendet. Die vorletzte Runde beinhaltete die Marathonmarke - wieder ein Ansporn durchzuhalten. Zugegeben , die letzte Runde habe ich gehasst - oh Mann - jetzt tat aber Alles weh , doch irgendwie hatte ich heute einen super Tag und mein Wille es zu schaffen brach zur keiner Zeit . Überglücklich und mit einer Zeit die ich nicht erhofft hatte , finishte ich meinen ersten Ultramarathon und bin glücklich und auch ein wenig stolz darauf . Denn man geht wirklich an seine Grenzen. Ich hatte letztens ein Buch von Joey Kelly gelesen , das mich beeindruckt hat ( Hysterie des Körpers ) und möchte daraus zitieren : Beim Konditionssport ist jeder , der sich selbst besiegt , ein Champion. Auch wenn Du als Letzter über die Zielmarkierung läufst , hast Du nicht verloren .
Als ich am Samstag Abend nach Hause kam , wartete meine kleine Enkeltochter Maya noch auf mich . Sie schlief am WE bei uns und so konnte ich Ihr noch eine " Gutenachtgeschichte " erzählen . Die hatte aber nicht´s mit Laufen zu tun . Aber doch schließt sich hier mal wieder der Kreis . Ohne Sie hätte ich dies niemals gewagt . Ich bin mir sicher das mich viele verstehen.
Nun freu ich mich auf den WDST-Lauf im März und auf viele Freunde vom Laufclub 21 .
Anhang : Robert Wimmer , jetzt , nachdem ich selber in den " Genuß " der Leiden nach dem Ultra gekommen bin ,ziehe noch mehr den Hut vor Dir . Trans-Europa -Lauf sage ich nur . Wie steht man sowas durch . Jeden Tag auf´s Neue - Du bist echt der Hammer - vielleicht auch bekloppt , aber das ist mir auch egal . Ich Dir wünsche nur , das Du super durchkommst.
... viele Grüße Tilo
Hier sind ein paar Bilder von Tilo, Norbert Wilhelmi und anderen Freunden https://picasaweb.google.com/110395684639454367529/Rodgau2012UltraTiloBeiTSichDurch
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