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Freitag, 02.07.2010 - 06.45 Uhr!!! Ort: Seukendorf.
Ich habe einen Chauffeur und 2 überragende Betreuerinnen (Kaddi und Micha) im Marathonimobil an Bord. Wir machen uns auf zum 1. Iffeldorfer Seentriathlon in das von Seukendorf 233km entfernte Penzberg bei Garmisch.
Ich komme mir vor wie ein Profi-Triathlet - fehlt nur noch ne Physiotherapeutin (die bräuchte ich heute, während ich den Bericht hier schreibe besonders - hab überall Schmerzen ) . Aber zurück zum Thema. Habe mich kaum auf den Wettkampf vorbereitet, sitze nervös neben Micha im Auto und glaube, dass ich die beiden Mädels schon auf der Hinfahrt ziemlich stresse.
In Penzberg angekommen schon das 1. Problem - kein Luft auf den Reifen meines Fahrrades und keine passende Pumpe zur Hand. Ein netter Sportler aus Penzberg löst dieses Problem. Der Start - verschoben um eine halbe Stunde, da irgendwo auf der Radstrecke, die ich nebenbei bemerkt nicht kenne, noch ein Zug unterwegs sein soll, der erst vorbei muss, da es sonst für uns Radler an einem unbeschrankten Bahnübergang zu gefährlich werden könnte.
12:30 Uhr - Der Startschuss. Ich kraule los - 500m liegen nun vor mir. Ich merke schnell, dass meine etwas unbeholfene Kraultechnik dazu führt, dass 8 Leute an mir vorbeiziehen und entscheide mich für Brustschwimmen (gute Entscheidung).Nach einigen Händen und Füßen im Gesicht und diversen blauen Flecken am ganzen Körper, gehe ich nach ca. 8 Minuten auf Platz 9 aus dem Wasser.
Wieder komme ich mir vor wie ein Profisportler, denn da stehen Kaddi und Micha, die mich abtrocknen, Socken und Schuhe anziehen, Pulsgurt und Pulsuhr anlegen und mich zum Fahrrad begleiten. 37km auf dem Rad in absolut unbekanntem Terrain. Geht ja schon gut los.
Ein Anstieg - viel zu steil. Puls bei 180+X!!! Bei km 10 fahre ich auf eine Gruppe scheinbar erfahrener Radler auf und....zieh auf einer langen Geraden an ihnen vorbei. Habe zu diesem Zeitpunkt sogar noch Kraft mir die schöne Landschaft anzuschauen Aber die andern 3 hinter mir (leider) auch. Dachte Windschatten fahren wäre verboten, aber ich ziehe die Gruppe weiter mit ca 50km/h die Gerade entlang bis zum nächsten Anstieg, an dem die Gruppe an mir scheinbar mühelos vorbeizieht.
Das ganze Spiel wiederholt sich bis km 35. Was zwischendurch noch passierte will ich euch ersparen, ich sag nur so viel - es hat etwas mit unverdauten Nahrungsmitteln zu tun Wechselzone - Kaddi wartet mit meinen Laufschuhen auf mich und nimmt mir das Bike ab. Ich sag nur "Man ist das geil", bekomme einen Liter Wasser über den Kopf und gehe auf die 5km lange Laufstrecke, die ich nebenbei bemerkt auch nicht kenne.
Ich laufe los wie auf Eiern und habe Schwierigkeiten meine Geschwindigkeit einzuschätzen. Die Uhr sagt 03:30er Schnitt. Viel zu schnell.
Also Tempo rausnehmen und den Eierlauf zu Ende bringen. Ich komme zum Wendepunkt - leider aus der, wie sich später herausstellt, falschen Richtung. Macht aber nix, da es kilometertechnisch aufs Selbe rauskommt. Nach 01:39:40 komme ich als 9. von 80 ins Ziel.
Hammer Gefühl!!! DANKE AN MEINE 2 BETREUERINNEN, DIE AN DIESEM TAG ALLES RICHTIG GEMACHT HABEN!
Am Abend gibt es dann ein Grillfest auf Gut Hub, bei dem Micha und ich den Laufclub vorstellen und eine großartige Spende in Höhe von´über 1500 Euro für die Beratungsstelle, vom Veranstalter Harry Kantsberger entgegen nehmen dürfen.
Weiterhin habe wir Harry für den 6-Stunden-Lauf im nächsten Jahr verpflichtet. In diesem Sinne... WE WILL BE BACK NEXT YEAR!
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