ak_buch_header.jpg

Ich kann laufen so wie Du und ich laufe auf Dich zu!

DeutschEnglish
Start Aktuelles Mit Bouillon und Alphorn auf Marathon-Weltrekord-Kurs in Luzern
Mit Bouillon und Alphorn auf Marathon-Weltrekord-Kurs in Luzern


Die Schweiz ist immer wieder etwas ganz besonderes. Hochburg der Finanzen, Sinnbild der Qualität und dann die wunderschönen Berge.

Die Schweizer gelten landlaeufig als dickköpfig und freiheitsstrebend. Ob das nun wirklich so ist oder ob die Schweizer einfach etwas offener und toleranter sind als andere kann man zum Beispiel beim Luzern Marathon selbst herausfinden.






Einer unserer Marathonis , Simon Federer, kommt aus Ennetbaden. Anlässlich des Luzern Marathons trafen wir uns mit ihm und seinen Coach Christian um bei Simons dritten Marathonlauf dabei zu sein. Im Vorfeld bereits erzählte Simon, dass sich nach dem Lauf sein Leben grundlegend ändern werde.

Simon wird im November seine erste eigene Wohnung beziehen und eine Arbeit als Hauswart aufnehmen.


Ganz neben bei plante er, seinem bestehenden Weltrekord im Marathonlauf zu verbessern. Simon gehört zu den drei derzeit weltweit bekannten Marathonläufern mit Down-Syndrom. Die Konkurrenz ist zwar überschaubar, aber das macht es nicht leichter.


Und so standen wir vier 21er dann Sonntag morgen bei herrlichen Wetter "plötzlich" im
Startblock, hôrten gar keinen den Knall und plötzlich setzte sich der Läuderstrom in Bewegung und wir liefen los.

Mit am Start war auch noch Didi Beiderbeck, der in Luzern seinen 104 Marathon im Laufclubshirt 21 lief.


In der Woche zuvor hatte ich mich bei Christian, Simons Trainer, noch nach der Renntaktik erkundet. Nicht ohne Erstaunen hatte ich zur Kenntnis genommen, dass die beiden am Samstag vor dem Lauf nochmal 27km gelaufen sind. Auch erstaunte mich,dass die beiden wohl durchaus planten erst mal auf die Tube zu drücken und dann ggf. langsamer machen wollten.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so hielt ich mich mit den üblichen Weisheiten von gleichmäßigen Laufen zurück. Mit der Boullion hatte es auch etwas auf sich, da am 30.10. nicht unbedingt mit 15 Grad und Sonne zu rechnen ist, stellte man sich auf Kälte ein und wollte der bei der Wendeschleife mit Boullion begegnen.

Die konnte aber getrost in der Tasche bleiben, vielmehr brauchten wir Sonnenbrille und entledigten uns aller Bekleidungsstücke, die wir nicht unbedingt zum
laufen brauchten.

Die Luzerner stellten sich als ein fröhliches und unermüdliches Publikum heraus. Anscheinend ist hier auch noch nicht so eine Dichte an Laufveranstaltungen, dass es wirklich noch etwas besonderes hier ist.

Entlang der Halbmarathon Stecke waren 30 Orchester, ja genau keine Bands!! Alphörner, Blâsegruppen und viele Trommel - und Kuhglockengruppen.

Beim Luzernmarathon überzeugten mich die Schweizer zum zweiten mal schon mit Qualität und Herzlichkeit. Selten habe ich so viele Streckenposten gesehen, kaum viele Helfer an den Versorgungsstellen und noch nie wurden die Namen der Läufer so oft von den Startnummern abgelesen und freundlich entgegen gerufen Hop Thomas, Hop Simon weiter geht's.

Schlechte Stimmung kann hier ganz bestimmt nicht aufkommen.

Thomas Münnich lief in Luzern seinen dritten Marathon. Er ging nach 2:30 in die zweite Runde. Didi Beiderbeck lief zu der Zeit noch hinter dem 4:30 Zugläufer und Simon kurz hinter Daniel Steiner, der für Marathon4you vor Ort war und gleichzeitig als 4:45 Zugläufer fungierte. Ich selber lief nach einer Runde ins Ziel und wartete dort gespannt auf aller 21er.

Ganz besonders hat mich dieses Jahr der Lauf durch einen sich im Bau befindlichen Tunnels beieindruckt. Er war teilweise in rosa Licht getaucht und über Lautsprecher erklangen sphärische Klänge. Noch Stunden später fesseln mich diese Eindrücke.

Aber zurück zum sportlichen Ende der Reise in die Schwiz. Bilanz:

Didi finished nach 5 Stunden seinen 104 Marathon, Thomas Münnich nach 5:10 ( übrigens sitzt er gerade etwas valiumisiert neben mir am Gate, während wir auf den Rückflug warten -:) Aber das steht im nach diesem Erfolg auch zu.


Und Simon und Christian kamen netto nach 5:14 ins Ziel. Das bedeutet neue persönliche Bestleistung , 20 Minuten schneller als 2010 und neuer Weltrekord.

Simon hat sein Ziel also erreicht und die Renntaktik von ihm und seinem Trainer Christian ist damit aufgegangen.
Damit zeigt sich, dass es sich mal gut und richtig ist neue Wege zu gehen.


Nun sind wir alle a bisserl stolz, allen voran Simon Federer, der mir schon vor drei Jahren gesagt hat: " Ich will viel erreichen in meinen Leben und etwas ganz besonders schaffen" er hat mir außerdem gesagt:" Laufen kann ich alleine , niemand muß auf mich aufpassen aber wenn Du môchtest kannst Du mit mir laufen"

" Lieber Simon es war schön bei Dir in der Schweiz, wir haben Dich gerne besucht. Du bist ein ganz besonderer Mensch!"

Thomas und Anita Deine Freunde vom Laufclub 21


Hier das Webalbum https://picasaweb.google.com/110395684639454367529/LuzernMarathon30102011


 
141013 WDSTM LogoMitSchmetterling RZ
Laufclub 21 auf FACEBOOK
Copyright © 2010. Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Sponsoren | Joomla! Business-Hosting für die Metropolregion Nürnberg tec-promotion GmbH