Laufclub21 Schwimmgruppe

Wie entstand der Laufclub 21

2006 laß ich eine Pressenachricht über den Marathonlauf eines Engländers mit Down-Syndrom beim London Marathon. Selbst laufbegeistert, wollte ich diese neuen sportlichen Möglichkeiten...

mehr Menschen mit Down-Syndrom erschließen. Und ich habe einen Sohn mit Down-Syndrom. Irgendwie lag es nahe »etwas« zu tun, was zwei wichtige und intensive Bereiche meines Lebens verknüpfte.  Nicht zuletzt hatte ich von Anfang an Mitstreiter aus meiner Laufgruppe, die mir bei der Umsetzung der Idee vom Ausdauersport für Menschen mit Down-Syndrom tatkräfitg und mit viel Freude halfen und heute noch helfen.

Wie alles begann:

Ende September 2007 las ich einen Artikel über einen Mann aus England, der trozt Down-Syndrom einen Marathon gelaufen ist. Diesem Vorbild wollten wir folgen und diese sportlichen Möglichkeiten vielen Interessierten öffnen. Das Problem Wir wollten eine Laufgruppe gründen, aber hatten keine Sportler, die wir trainieren konnten. Mit Unterstützung der regionalen Selbsthilfegruppe und bundesweiter Lebenshilfeeinrichtungen knüpften wir Kontakte zu Familien, die entsprechende potentielle Kandidaten in ihrer Familie hatten. Im Dezember 2007 fanden sich dann 16 Pionierfamilien im Fürther Stadtwald ein. Mit Hilfe einer medizinisch ausgebildeten Lauftrainerin wagten wir erste Gehversuche.

Nach etwa 500 Metern gab es schon einige Fälle von Atemnot, aber andere schafften bereits 15 Minuten »am Stück« und einer der Sportler hängte mich (eine ausgebuffte Läuferin, als die ich mich damals sah) mühelos ab. Ein junger Mann um die 20 läuft einfach schneller als eine Frau um die 40. Da ändert auch das Down-Syndrom nichts dran. Kurzum fanden wir uns in der Situation einer auf denkbar unterschiedlichem Trainingsniveau stehenden Trainingsgruppe wieder. 

Die Lösung: Jeder bekam einen eigenen Coach, damit wir überhaupt mal anfangen konnten. Es dauerte einige Wochen, bis sich alle Teilnehmer an eine normale Trainingsroutine gewöhnt hatten. Diese wäre: Ankommen, Umziehen, Begrüßen, Zuhören was heute auf dem Programm steht, und dann auch auf Kommando los laufen.

Organisation und Struktur

Durch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins schufen wir den Rahmen für die Förderung, Betreuung und auch Finanzierung unserer Initiative. Denn einige unserer Sportler hätten nicht die finanziellen Mittel sich Laufschuhe, Trikots und weitere »Utensilien« selbst zu besorgen. Geschweige denn fällige Startgelder zu entrichten oder eine lange Anreise zu einem entfernten Austragungsort zu bezahlen. Wir vertreten die grundsätzliche Auffassung, dass die eigenen, eventuell beschränkten, finanziellen Möglichkeiten (oder die der Familie) keine Hürde sein dürfen, um dem Grundbedürfnis nach Bewegung und Sport in einem möglichst inklusiven Rahmen nachkommen zu können. Und so ist es bis heute.